Auf einen Blick: In der Schweiz werden die Uhren am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt (auf 2 Uhr). Der Abendverkehr findet dann häufiger in der Dunkelheit statt, wenn die Tiere aktiv sind. Bremsen Sie, statt auszuweichen, und rufen Sie nach einem Wildunfall sofort die Polizei unter 117: Die Meldung ist Pflicht. Die Schäden einer direkten Kollision sind in der Regel durch die Teilkasko gedeckt, je nach Vertrag.
Jeden Herbst verschiebt die Rückkehr zur Normalzeit den Feierabendverkehr in die Dämmerung. Rehe, Hirsche und Wildschweine sind in der Dämmerung besonders aktiv, was die Begegnungen mit Fahrzeugen häufiger macht.
Dieser Artikel fasst die Fahrtipps der Versicherer und des Tierschutzes zusammen, erklärt das Vorgehen nach einem Wildunfall und zeigt, was die Versicherung deckt. Die zitierten Zahlen sind die neuesten, die am 14. Oktober 2026 von AXA (Daten 2024) und vom Schweizer Tierschutz (Oktober 2025) veröffentlicht wurden.
Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2026

Zeitumstellung 2026 in der Schweiz: Das Datum im Überblick
Laut der Mitteilung des Bundes vom 24. März 2026 endet die Sommerzeit 2026 am Sonntag, 25. Oktober, wie jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober. In der Nacht von Samstag, 24., auf Sonntag, 25. Oktober, werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt: Das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) hat dies gegenüber der Südostschweiz bestätigt (Artikel vom 7. September 2026).
Konkret geht die Sonne auf der Uhr eine Stunde früher unter. Eine Heimfahrt von der Arbeit, die Ende Oktober noch bei Tageslicht stattfand, erfolgt nun im Halbdunkel.
Warum das Risiko im Herbst steigt
Der Schweizer Tierschutz (STS) hält in seiner Mitteilung vom 23. Oktober 2025 fest, dass die früher einsetzende Nacht im Herbst auf das Fressverhalten der Tiere trifft. Rehe, Hirsche und Wildschweine sind in der Dämmerung auf der Suche nach Eicheln und Früchten aktiv.
AXA empfiehlt, im Oktober, November und Dezember besonders aufmerksam zu sein. Dunkle Morgen und Abende machen es schwer, Tiere rechtzeitig zu sehen. Die Gefahr besteht aber zu jeder Tageszeit und in jeder Jahreszeit.
Wie viele Unfälle gibt es, und wo?
Laut dem STS werden in der Schweiz jedes Jahr rund 20’000 Wildunfälle registriert, die tatsächliche Zahl liegt wahrscheinlich deutlich höher.
AXA erhielt 2024 gut 3’000 Meldungen von Wildunfällen, mit Schäden von über CHF 11,5 Millionen. Die durchschnittlichen Kosten eines Schadenfalls betragen rund CHF 3’800. Die Reparatur von Kotflügel und Motorhaube kostet im Schnitt CHF 3’700, mindestens CHF 5’500, wenn auch ein Scheinwerfer ersetzt werden muss (AXA, Mitteilung vom 16. Oktober 2025).

Die am stärksten betroffenen Kantone
| Kanton | Schäden pro 1’000 bei AXA versicherte Fahrzeuge |
|---|---|
| Freiburg, Jura, Thurgau, Schaffhausen | 5 bis 6,9 ‰ |
| Schweizer Durchschnitt | 3,2 ‰ |
| Zug | 1,8 ‰ |
| Nidwalden, Genf | 1,2 ‰ |
| Basel-Stadt | 0,8 ‰ |
Quelle: AXA, 2024, nur bei AXA versicherte Fahrzeuge.
Die richtigen Reflexe am Steuer
Diese Tipps stammen von AXA, vom STS, von Allianz und von der Polizei.
- Fahren Sie langsamer in der Nähe von Wildwechsel-Schildern, Wäldern, Hecken und hohen Kulturen. AXA rät in diesen Zonen auf Nebenstrassen zu höchstens 70 km/h.
- Beobachten Sie den rechten Fahrbahnrand, vor allem morgens und abends.
- Nutzen Sie das Fernlicht, wenn es möglich ist, um Tiere früh zu erkennen. Sobald ein Tier auftaucht, schalten Sie aufs Abblendlicht um.
- Rechnen Sie mit mehreren Tieren: Sie bewegen sich oft in Gruppen.
- Bremsen Sie, statt auszuweichen. Eine Vollbremsung mit ABS bleibt die beste Option, auch auf glatter Fahrbahn. Ein Ausweichmanöver gefährdet Sie und andere Verkehrsteilnehmende.
Für Motorradfahrende empfiehlt die Schaffhauser Polizei, zitiert von SRF im Oktober 2024, sofort langsamer zu fahren, wenn sich Tiere in Strassennähe aufhalten. Denken Sie vor der dunklen Jahreszeit auch an den Zustand von Scheinwerfern und Scheibenwischern: Siehe die Vorbereitung des Fahrzeugs auf die MFK.
Wildunfall: Was tun nach dem Zusammenstoss?
- Halten Sie an und schalten Sie die Warnblinker ein.
- Sichern Sie die Unfallstelle mit dem Pannendreieck oder einer Lampe und achten Sie dabei auf Ihre eigene Sicherheit.
- Merken Sie sich die Stelle, falls das Tier geflüchtet ist.
- Rufen Sie die Polizei unter 117 an. Sie bietet bei Bedarf einen Wildhüter, einen Jäger oder einen Tierarzt auf.
- Berühren Sie das verletzte Tier nicht und nähern Sie sich ihm nicht: Es kann fliehen oder sich wehren. Laut Allianz gilt das Mitnehmen eines toten Tieres als Wilderei.
- Warten Sie auf die Polizei und den Wildhüter. Verlangen Sie vom Wildhüter einen Unfallbericht: Die Versicherung benötigt ihn.
Machen Sie Fotos der Schäden und notieren Sie die Zeugen. Geben Sie dem Wildhüter die Fluchtrichtung des Tieres an, damit er es finden kann.
Wildunfall melden: Die Meldung ist Pflicht
Laut dem STS sind Autofahrende gesetzlich verpflichtet, Unfälle mit Tieren zu melden, und AXA verlangt, die Polizei sofort zu informieren. Laut dem Rechtsexperten von AXA-ARAG ist es strafbar, spät zu melden oder zu warten, bis die Versicherung danach fragt. Der Person drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen wegen fahrlässiger Tierquälerei.
Laut AXA gilt die Pflicht auch für grosse Vögel (Weissstörche, Graureiher) und für kleine Tiere wie Biber oder Marder, nicht aber für Igel und Fledermäuse. Nach einem Zusammenstoss mit einem kleinen Tier (Igel, Vogel, Amphibium) rät der STS zu prüfen, ob es noch lebt, und bei schwerer Verletzung die Polizei oder den Wildhüter zu benachrichtigen: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig melden.
Was deckt die Versicherung?
Die Haftpflicht zahlt die Schäden am eigenen Fahrzeug nicht. Die Teilkasko deckt laut Allianz die Schäden einer direkten Kollision mit einem Wildtier. Die Vollkasko schliesst die Teilkasko ein und deckt zusätzlich die Schäden eines Ausweichmanövers, zum Beispiel gegen einen Laternenmast.
Ohne Kasko bezahlen Sie die Reparatur selbst. Bedingungen und Selbstbehalt variieren je nach Versicherer: Prüfen Sie Ihren Vertrag. Wenn Sie ein Occasionsfahrzeug kaufen, kontrollieren Sie diese Deckung ebenfalls anhand der Kaufcheckliste.
FAQ: Zeitumstellung und Wildunfall
Wann findet die Zeitumstellung 2026 in der Schweiz statt?
Am Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht dauert eine Stunde länger, aber es wird abends auf der Uhr eine Stunde früher dunkel.
Was tun bei einem Wildunfall?
Halten Sie an, schalten Sie die Warnblinker ein, sichern Sie die Unfallstelle und rufen Sie die Polizei unter 117 an. Nähern Sie sich dem Tier nicht und warten Sie auf die Polizei und den Wildhüter.
Muss man einen Wildunfall der Polizei melden?
Ja. Laut dem STS und AXA ist die Meldung an die Polizei eine gesetzliche Pflicht und muss sofort unter 117 erfolgen. Laut dem Rechtsexperten von AXA-ARAG ist es strafbar, spät zu melden oder zu warten, bis die Versicherung danach fragt.
Bezahlt die Versicherung Wildschäden?
Die Teilkasko deckt laut Allianz grundsätzlich die direkte Kollision mit einem Wildtier. Ein Ausweichmanöver, bei dem das Auto ohne Berührung beschädigt wird, fällt eher unter die Vollkasko. Prüfen Sie Ihren Vertrag und den Selbstbehalt.
Welche Kantone sind am stärksten betroffen?
Laut AXA verzeichnen Freiburg, der Jura, Thurgau und Schaffhausen die meisten Schäden pro versichertes Fahrzeug (5 bis 6,9 ‰), gegenüber 3,2 ‰ im Schweizer Durchschnitt.
Besser bremsen oder dem Tier ausweichen?
Bremsen. AXA und Allianz raten zu einer Vollbremsung statt eines Ausweichmanövers, das Sie selbst und andere Verkehrsteilnehmende gefährdet.
Ein Fahrzeug, das zu Ihren Abendfahrten passt
Wenn Sie viel nachts oder auf dem Land unterwegs sind, zählt die Ausstattung. Die technischen Daten von Motoro, die auf den Schweizer Typengenehmigungsdaten beruhen, helfen Ihnen beim Vergleich der Modelle. Anschliessend können Sie Ihr nächstes Fahrzeug in den Autoinseraten suchen.
Quellen: Schweizer Tierschutz STS: Zeitumstellung erhöht Risiko für Wildunfälle (23.10.2025), AXA: Risiko für Wildunfall in der Schweiz (16.10.2025), Allianz: Wildunfall in der Schweiz: Wer zahlt?, SRF: Polizei mahnt zur Vorsicht – Mit der Zeitumstellung steigt das Risiko für Wildunfälle (24.10.2024), Südostschweiz: Winterzeit 2026 (Artikel vom 07.09.2026, Datum durch METAS bestätigt), Bundesrat: Sommerzeit 2026: Uhren eine Stunde vorstellen (24.03.2026)
Mehr dazu im Motoro-Blog:
- Fahrzeug auf die MFK-Prüfung vorbereiten: Technische Fahrzeugprüfung in der Schweiz
- Reale Reichweite von Elektroautos in der Schweiz: Winter, Berge und Autobahn
- Komplette Checkliste für den Kauf eines Gebrauchtwagens in der Schweiz
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