1948 ausgelacht — 1960 auf dem Grund der Ozeane (wahre Geschichte)
1948 schrieb ein Ingenieur nach dem ersten Test von Auguste Piccards Bathyskaph: "Die ganze Expedition ist die beste Komödie, die ich je gesehen habe." 12 Jahre später setzte Piccards Sohn das Gerät auf den tiefsten Punkt der Erde — 10'916 Meter tief im Marianengraben.
Das ist die Geschichte des Trieste, des Schweizer Bathyskaphs, das unser Verständnis der Tiefsee für immer verändert hat. Und die Lektion, die dir niemand wirklich erzählt.
00:00 — Das Scheitern von 1948
00:30 — Wie funktioniert ein Bathyskaph?
01:10 — Piccard rausgeworfen, der Trieste gebaut
01:45 — 23. Januar 1960: die Rekordtauchfahrt
02:10 — Was dir niemand über den Aufstieg erzählt
02:30 — Die Lektion für heute
Auguste Piccard war Schweizer Physiker. Er hatte bereits den Höhenrekord im Stratosphärenballon gebrochen, bevor er das Gegenteil anstrebte: auf den Grund der Ozeane hinabzusteigen. Sein Konzept war revolutionär — eine Stahlkugel, aufgehängt unter einem mit Benzin gefüllten Auftriebskörper, mit einem automatischen Sicherheitssystem bei Stromausfall. Nach einem demütigenden ersten Misserfolg wurde er aus dem französischen Programm ausgeschlossen. Er startete neu mit Schweizer und italienischen Mitteln und baute den Trieste — dessen Innenausbau in Vevey, in der Schweiz, gefertigt wurde.
Am 23. Januar 1960 setzten Jacques Piccard und der amerikanische Leutnant Don Walsh den Trieste auf den Grund des Marianengrabens. Druck: 1'156 Atmosphären. Und ein Fisch schwamm am Bullauge vorbei. Leben existierte dort, wo es niemand vermutet hatte.



