Aérotrain: Der französische Zug brach 1967 einen Weltrekord — und wurde lebendig begraben
1967 lässt Jean Bertin einen Zug auf einem Luftkissen mit 430 km/h schweben. Weltrekord. Validierte Technologie. Unterzeichneter Vertrag mit dem Staat. Und trotzdem — der Aérotrain hat nie einen einzigen kommerziellen Passagier befördert. Der Grund wird dich wütend machen.
In diesem Video erzählen wir die vollständige Geschichte des Aérotrains von Jean Bertin: von der stillgelegten Teststrecke in Gometz-Limours im Jahr 1965, über die 430 km/h in der Beauce im Jahr 1974, bis zur brutalen Annullierung des Programms am 17. Juli 1974 — weniger als einen Monat nach der offiziellen Unterzeichnung eines Staatsvertrags.
Dies ist keine Geschichte eines technologischen Scheiterns. Es ist die Geschichte eines etablierten Systems, das seinen Platz nicht aufgeben will. Die SNCF hatte schon 1965 ein Überwachungskomitee gegründet, um diese Innovation einzudämmen. Als der Umbruch kam, wurde er begraben — nicht adoptiert.
Die bittere Ironie: Die Leistungen des Aérotrains haben die SNCF gezwungen, den TGV zu entwickeln. Bertin hat die französische Hochgeschwindigkeitsbahn geboren, ohne jemals davon zu profitieren. Er starb an Krebs ein Jahr nach dem Programmabbruch. Er war 58 Jahre alt.
Zwei Prototypen überleben heute in Museen. Die 18 km lange Teststrecke in der Beauce ist noch immer entlang der N20 sichtbar — das grösste Industrierelikt Frankreichs.



